Ab dem 3. Dezember 2026 führt Atlassian für bestimmte Komponenten eine nutzungsabhängige Abrechnung ein. Die Plattformnutzung erfasst und meldet, wie Kontingente – beispielsweise Rovo-Credits, Automatisierungsschritte oder Assets-Objekte – innerhalb einer Organisation verwendet werden.
Organisationsadministratoren können die Nutzung überwachen, Nutzungslimits festlegen und die Einstellungen bei Bedarf anpassen. Die Kontingente werden grundsätzlich auf Organisationsebene gebündelt. Dadurch können Nutzer oder Standorte ein gemeinsames Kontingent verwenden, anstatt dass die Nutzung ausschließlich getrennt pro App erfasst wird.
Wenn das Nutzungslimit erreicht ist und die Option für zusätzliche Nutzung aktiviert wurde,
Administratoren können die zusätzliche Nutzung deaktivieren oder entsprechende Ausgaben- und Nutzungslimits festlegen.
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Atlassian-App oder -Komponente |
Abrechnungseinheit |
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Rovo |
Rovo-Credits |
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Atlassian Automation |
Automatisierungsschritte |
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Assets |
Assets-Objekte |
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Bitbucket |
Build-Minuten, Git LFS, Packages-Netzwerktransfer und Packages-Speicher |
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Customer Service Management |
Lösungen durch KI-Agenten |
Die Nutzung wird je nach Funktion unterschiedlich erfasst. Rovo-Credits werden beispielsweise für bestimmte KI-Interaktionen benötigt, während bei Automatisierungen einzelne ausgeführte Schritte (bisher wurden Automatisierungsläufe gezählt) gegen das Kontingent abgerechnet werden. KI-Agenten werden nur dann als Lösung abgerechnet, wenn sie eine Kundenanfrage vollständig und ohne Übergabe an ein menschliches Team lösen.
Rovo-Credits werden für bestimmte KI-Funktionen und für den Zugriff auf angereicherten Kontext aus dem Teamwork Graph verwendet. Welche Aktionen Credits verbrauchen, hängt von der jeweiligen Funktion und teilweise von der Komplexität der Anfrage ab.
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Atlassian-Angebot |
Standard |
Premium |
Enterprise |
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Jira |
25 |
70 |
150 |
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Confluence |
25 |
70 |
150 |
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Service Collection |
250 |
700 |
1.500 |
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Teamwork Collection |
250 |
700 |
1.500 |
Das gesamte Rovo-Guthaben einer Organisation wird zu einem gemeinsamen Pool zusammengefasst. Dadurch können Nutzer mit höherem Bedarf mehr Credits verbrauchen, während Nutzer mit geringerem Bedarf weniger davon ausgeben.
Die Credits werden außerdem über berechtigte Apps und Collections hinweg aggregiert. Ein Kunde mit Jira- und Confluence-Lizenzen erhält beispielsweise die kombinierten Rovo-Credits aus beiden Apps – jeweils abhängig von der gebuchten Edition.
Eine spätere Erweiterung wird es ermöglichen, Rovo-Credits einzelnen Nutzern gezielt zuzuweisen.
Eine Organisation verfügt über 100 Confluence-Premium-Benutzer und 100 Jira-Premium-Benutzer.
Die monatliche Berechnung lautet:
100 x 70 Credits für Confluence
+ 100 x 70 Credits für Jira
= 14.000 Rovo-Credits pro Monat
Die Inklusivkontingente werden monatlich zum jeweiligen Abrechnungsdatum aktualisiert. Nicht genutzte Credits werden nicht in den folgenden Monat übertragen.
Die Nutzung von Atlassian Automation wird künftig in einzelnen Schritten gemessen. Ein Automatisierungsschritt ist ein ausgeführter Teil eines Automatisierungsablaufs. Dazu gehören Trigger, Bedingungen, Aktionen, Verzweigungen und Schleifen.
Jede Organisation erhält – abhängig von ihren Abonnements und Tarifen – ein Kontingent an Automatisierungsschritten. Dieses Kontingent wird auf Organisationsebene gebündelt.
Die Beispielorganisation verfügt über folgende Lizenzen:
Das gemeinsame monatliche Kontingent beträgt damit 85.000 Automatisierungsschritte.
Die Kontingente werden monatlich aktualisiert. Nicht genutzte Schritte werden nicht übertragen. Zusätzliche Automatisierungsschritte werden nach dem jeweils gültigen Atlassian-Preis abgerechnet.
Als Automatisierungsschritt zählt eine Funktion, die innerhalb eines Ablaufs ausgeführt wird. Dazu gehören:
Ein Schritt wird abgerechnet, wenn seine Ausführung zu einem der folgenden Status führt:
Automatisierungsschritte, welche KI-Funktionen aufrufen wie z. B. „Use Rovo“, „Use agent“ oder den Jira Coding Agent, werden separat über Rovo-Credits abgerechnet und nicht als zusätzliche Automatisierungsschritte gezählt.
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Plan oder Collection |
Enthaltene Objekte |
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Jira Standard, Premium und Enterprise |
1.000 |
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Teamwork Collection |
5.000 |
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Service Collection Standard |
5.000 |
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Service Collection Premium |
50.000 |
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Service Collection Enterprise |
500.000 |
Jeder Standort verfügt über ein festgelegtes Kontingent an Assets-Objekten. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Plan und der Edition.
Die Standortkontingente werden zu einem organisationsweiten Gesamtkontingent zusammengefasst. Die Nutzung wird daher über alle Standorte einer Organisation hinweg gemeinsam erfasst und nicht ausschließlich getrennt pro Standort.
Unabhängig vom verfügbaren Gesamtkontingent kann jeder Standort maximal 3 Millionen Objekte enthalten. Diese Begrenzung gilt auch dann, wenn an anderen Standorten noch ungenutztes Kontingent verfügbar ist.
Rovo-Credits werden durch abrechnungsfähige Ereignisse verbraucht. Welche Aktion als abrechnungsfähig gilt, hängt von der verwendeten Funktion ab.
Beispiele:
Nicht jede KI-Funktion wird automatisch auf dieselbe Weise abgerechnet. Deshalb empfiehlt es sich, die Nutzung regelmäßig über „Atlassian Administration“ zu kontrollieren.
Die Nutzungsgebühren für Lösungen durch KI-Agenten beginnen am 3. Dezember 2026. Bis zu diesem Zeitpunkt fallen für diese Nutzung keine entsprechenden Gebühren an.
KI-Agenten sind in den Tarifen Standard, Premium und Enterprise verfügbar. Im kostenlosen Tarif stehen sie nicht zur Verfügung.
Eine Lösung durch einen KI-Agenten wird nur dann abgerechnet, wenn der Agent eine Kundenanfrage vollständig löst, ohne die Konversation an das zuständige Team weiterzuleiten. Der Agent muss eine vollständige Antwort geben, und das System muss die Konversation als gelöst bewerten.
Für die Abrechnung stehen zwei Optionen zur Verfügung, die auch kombiniert werden können:
Bei einem Jahresvertrag können Unternehmen Lösungspakete im Voraus kaufen. Für größere Abnahmemengen sind Rabatte vorgesehen.
Die im Paket enthaltenen Lösungen werden gleichmäßig auf zwölf Monate verteilt und monatlich dem Kontingent gutgeschrieben. Nicht genutzte Lösungen verfallen am Ende des jeweiligen monatlichen Abrechnungszeitraums und werden nicht in den Folgemonat übertragen.
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Umfang des Lösungspakets |
Rabatt |
Nettopreis pro Lösung |
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Weniger als 12.000 Lösungen |
0% |
1,00 US-Dollar |
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12.000 bis 49.999 Lösungen |
5% |
0,95 US-Dollar |
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50.000 bis 199.999 Lösungen |
10% |
0,90 US-Dollar |
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200.000 oder mehr Lösungen |
15% |
0,85 US-Dollar |
Bei Bitbucket hängt das enthaltene Kontingent vom gewählten Plan ab. Relevant sind unter anderem Build-Minuten, Git-LFS-Speicher sowie Packages-Speicher und Netzwerktransfer.
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Plan |
Preis |
Enthaltene Kontingente |
Schutz bei Überschreitung |
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Free |
0 US-Dollar für bis zu 5 Benutzer |
50 Build-Minuten pro Monat; 1 GB Large File Storage insgesamt; bis zu 100 Schritte pro Pipeline; bis zu 10 parallele Schritte |
Nicht enthalten |
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Standard |
3,65 US-Dollar pro Benutzer und Monat; Mindestpreis von 18,25 US-Dollar für 1 bis 5 Benutzer |
2.500 Build-Minuten pro Monat; 5 GB Large File Storage insgesamt; bis zu 100 Schritte pro Pipeline; 4x- und 8x-Pipeline-Größen |
Enthalten |
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Premium |
7,25 US-Dollar pro Benutzer und Monat; Mindestpreis von 36,25 US-Dollar für 1 bis 5 Benutzer |
3.500 Build-Minuten pro Monat; 10 GB Large File Storage; bis zu 100 Schritte pro Pipeline; 4x- und 8x-Pipeline-Größen sowie zusätzliche Premium-Funktionen |
Enthalten |
Zum Premium-Plan gehören unter anderem:
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Zusätzliche Nutzung |
Preis |
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Build-Minuten |
10 US-Dollar pro 1.000 zusätzliche Build-Minuten und Abrechnungszyklus |
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Git-LFS-Speicher |
10 US-Dollar pro 100 GB zusätzlichem Speicher |
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Packages-Speicher |
0,35 US-Dollar pro zusätzlichem GB und Monat |
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Packages-Netzwerktransfer |
0,70 US-Dollar pro zusätzlichem GB und Monat |
Die konkrete Abrechnung kann vom jeweiligen Vertrag, Tarif und Abrechnungszyklus abhängen. Unternehmen sollten daher vor dem Start der nutzungsabhängigen Abrechnung die aktuellen Bitbucket-Preis- und Vertragsbedingungen prüfen.
Organisationsadministratoren können die aktuelle Auslastung über Atlassian Administration überwachen:
Der relevante Bereich befindet sich unter:
Atlassian Administration → Insights → Platform usage
Dort lassen sich – abhängig von Funktion und Berechtigung – unter anderem folgende Informationen einsehen:
Administratoren sollten die Nutzung vor dem 3. Dezember 2026 prüfen, realistische Limits festlegen und die Benachrichtigungen bei 80% und 100% aktiv überwachen. So lassen sich unerwartete Kosten und Unterbrechungen besser vermeiden.
Ab dem 3. Dezember 2026 erfasst Atlassian bestimmte Nutzungen auf Organisationsebene und rechnet zusätzliche Nutzung je nach Funktion ab. Betroffen sind unter anderem Rovo-Credits, Automatisierungsschritte, Assets-Objekte, Bitbucket-Metriken und Lösungen durch KI-Agenten.
Für Unternehmen ist deshalb wichtig, die eigenen Kontingente, Nutzungslimits und Abrechnungsoptionen frühzeitig zu prüfen. Die zentrale Steuerung erfolgt über Atlassian Administration. Dort können Organisationsadministratoren die Plattformnutzung überwachen und festlegen, ob zusätzliche Nutzung zugelassen oder begrenzt werden soll.
Möchten Sie die neuen Nutzungskontingente und Kosten für Ihre Jira- und Atlassian-Umgebung proaktiv steuern? Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung Ihrer aktuellen Nutzung, der Definition sinnvoller Limits und der Vorbereitung auf die nutzungsabhängige Abrechnung ab Dezember 2026. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.